Stadt Balatonfüred

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Die Stadt Balatonfüred

Die ca. 15000 Einwohner zählende (Kreis-) Stadt Balatonfüred ist der älteste Kurort am Balaton. Seine kohlesäurenhaltigen Heilquellen waren bereits den Römern bekannt. Ende des 18. Jh. wurde in der Stadtmitte die erste Trinkhalle erbaut, im 19. Jh. folgten die Sanatorien, von denen das größte heute auf Herz- und Kreislauferkrankungen spezialisiert ist. Im Arkadengang erinnert eine Gedenktafelgalerie an berühmte zufriedene Kurgäste. Im ehemaligen Gasthof Horvath veranstaltete die Familie Horvath 1825 zu Ehren ihrer Tochter den ersten Annenball, noch heute ende Juli eine der größten Veranstaltungen der Stadt. Außerdem treffen sich heute mehr oder weniger regelmäßig Deutsche Gäste, welche sich jedes Jahr in der Region um Füred aufhalten, im Gasthof Horvath zum Deutschen Stammtisch. In seinem 1880 in Paris erschienen Buch „Das unbekannte Ungarn“ heißt es bei Victor Tasso: „Der Reiz, die Anmut, die Süße der Nächte von Füred ist vergleichbar mit den herrlichen Nächten von Verona, Neapel oder Florenz.“ In der Blaha Lujza utca, deren Häuser unter Denkmalschutz stehen, befinden sich eine 1782 gegründete Apotheke sowie die Villen der beliebten Schauspielerin Lujza Blaha (1850-1926) und des ungarischen Schriftstellers Mor Jokai (1825-1904) – heute Museen. Die Uferpromenade trägt den Namen des indischen Dichters und Philosophen Rabindranath Tagore, der hier Anfang des 20. Jh. – von einem Herzleiden genesen – einen Lindenbaum pflanzte und ein Gedicht verfaßte. Berühmte Gäste folgten seinem Beispiel, und so entstand ein schöner schattiger Park an den Gefilden des Balatons. 2 km von Balatonfüred liegt die Halbinsel Tihany. Die 12 qkm große unter Naturschutz stehende Halbinsel ist ohne Zweifel der meistbesuchte Ausflugsort am Balaton. Von einstiger vulkanischer Tätigkeit zeugen die über 100 Geysirkegel – versteinerte Sedimente heißer Quelle, die vor einer halben Million Jahren aktiv waren. Im Zentrum der Insel liegt der Belsö-tö, ein fischreicher Binnensee, ein weiterer wird als Külsö-tö (Äußerer See) bezeichnet. 1055 gründete König Andreas auf Tihany eine Benediktinerabtei; der König ist nach einstiger ungarischer Sitte in der romanischen Krypta der Abteikirche begraben. Die heutige Kirche wurde im 18. Jh. erbaut, die wunderschönen Holzschnitzereien schuf Sebastian Stuhlhof. Das angrenzende Klostergebäude beherbergt ein Museum, u.a. Exponate über die Geschichte des Plattensees, Tihany und seine Abtei. Am Hafen befindet sich das Zentrum des gleichnamigen Ortes; hier entlang führt auch eine Chaussee, von der sich ein wunderbarer Blick auf den Plattensee bietet. Über die Pisky-Promenade erreicht man das „Haus der Volkskunst“, nur wenige Schritte weiter sind in einem Freilichtmuseum noch die ursprünglichen Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände eines Bauernhauses zu besichtigen. In Verbindung mit Tihany wird in jedem guten Reiseführer auch die Wassermühle von Öevenyes, deren großes Schaufelrad auch heute noch vom Pecsely-Bach angetrieben wird, und der „Herzensfriedhof“ von Balatoudvari genannt. Aus Stein gemeißelte Herzen bewahren das Andenken an die Verstorbenen. In Mode gebracht haben soll diese Grabsteinform ein geschickter Steinmetz aus dem Dorfe, der vor Kummer über den Tod seiner Braut ein steinernes Herz auf ihrem Grab errichtete. Solange er lebte, war er um Aufträge nicht verlegen, selbst jene bekamen ein steinernes Herz aufs Grab, die schon zu Lebzeiten eines in der Brust trugen. Auch werden die besonders guten Udvari-, Akali- und Dörgicser Weine empfolen.

Die sogenannte Bezirksstadt Veszprem (Weißbrunn) war das erste ungarische Bistum und wird als solches bereits im Jahre 1001 urkundlich erwähnt. Die Stadt wurde auf 5 Hügeln am Rande des Bakony – Waldes erbaut. Da den hiesigen Bischöfen die Krönung der Landesherrin oblag, bekam die Stadt den Beinamen „Stadt der Königinnen“. Die Bürgerstadt, deren Wahrzeichen der im 19 Jh. errichtete Feuerturm (Aussichtsgalerie) ist, präsentiert sich im Barockstil. Über der Stadt thront der Burgbezirk, dessen Eingang das neoromanische Heldentor mit seinem kleinen Museum bildet. Eine einzige Straße durchzieht das Burgviertel und weitet sich beim Dom zu einem kleinen Platz. Insgesamt fünfmal zerstört, wurde der Dom St. Michaels im Neoromanischen Stil wieder aufgebaut. Vis-a- vis dem Gotteshaus steht die Gisela – Kapelle, benannt nach der Gemahlin des ersten ungarischen Königs Stephan. Die Kapelle beeindruckt durch wertvolle Fresken. Sehenswert ist auch das Bischofspalais, errichtet nach Plänen von Jacob Fellner, der auch den Entwurf für das Priesterseminar schuf. Das alte Rathaus wurde im Zopfstil erbaut, die ehemalige Piaristenkirche hingegen im klassischen Stil. An der Nordseite des Burgberges befindet sich eine Aussichtsterrasse mit den Statuen von König Stephan und seiner Gemahlin. Das neue Wahrzeichen von Veszprem ist die den Fluß Sed überquerende Eisenbetonbrücke. Unter ihr trifft man im „Betekintsvölgy“ auf die Ruinen eines griechischen Nonnenklosters aus dem 16 Jh. Außerdem gibt es noch einen zoologischen Garten.

Fährt man die Autostraße 8 (wie Bundesstraße) in Richtung Sopron/Graz, gelangt man nach nur 13 km in die Stadt Herend. In Herend ist die weltberühmte gleichnamige Porzellanmanufaktur beheimatet, die 1826 durch Vince Stingl begründet und 1839 von Moritz Fischer übernommen wurde. Seinen Weltruhm erzielte das Herender Porzellan durch die Verwendung chinesischer Motive sowie farbenprächtiger Schmuckelemente in Form von Vögeln der Bakony- Wälder und einheimischer Pflanzen. Die Erzeugnisse waren 1851 sogar auf der Londoner Weltausstellung zu sehen. Einige der schönsten Stücke, u.a. das Queen Victoria Service, sind im hauseigenen Museum ( Herend Porzellan Museum, Kossuth u. 140) ausgestellt. In Exklusivität braucht das Herender Porzellan einen Vergleich mit dem Meißener nicht zu scheuen. Benutzen kann man es schon im hauseigenen Restaurant und erwerben im hauseigenen Verkaufsgeschäft.

In die etwa entgegengesetzte Richtung muß man fahren, um nach Szekesfehervar (Stuhlweißenburg) zu gelangen. Die älteste Stadt Ungarns liegt im Herzen Pannoniens und hat etwa 110000 Einwohner. 972 auf einer von Sümpfen umgebenen Insel von Fürst Geza errichtet, erhielt sie im Mittelalter den Namen „Alba Regia“ – das darin enthaltene Wort „weiß“, bei den Magyaren die Farbe der Könige, deutet auf den Rang der Stadt hin. In den folgenden Jahrhunderten wuchs ihre Bedeutung und es entstanden prächtige Paläste und Kirchen. Bis 1557 wurden hier 38 ungarische Könige gekrönt und ein Teil von ihnen auch hier begraben. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen die schlichte Raizenkirche (Rac u.)aus dem 18. Jh., die Kirche des heiligen Johannes von Nepomuk (Marcius 15. u.) sowie die Apotheke zum Schwarzen Adler in der selben Straße und nicht vergessen werden darf hier der mittelalterliche Ruinengarten am Szabadsag ter. Ebenfalls zu nennen sind der Dom und St. Annen Kirche.

Ebenfalls wird die Stadt Tapolca empfohlen. Diese ist berühmt durch ihr zusammenhängen-des Höhlensystem, daß sich unter der Stadt erstreckt. Im Haus in der Kisfaludy utca 2 liegt der Eingang zur Tarvas barlang, deren Karstgebilde eindrucksvoll angestrahlt werden. Sehr romantisch ist der stimmungsvolle Mühlteich, dessen Ufer alte Gebäude und auenartige Parkanlagen säumen. Auch ein Thermalbad gibt es in Tapolca.